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Pressemitteilung zur Verwaltungsgesellschaft Hotel Bristol Berlin mbH

Eines der größten Insolvenzverfahren im Immobilienbereich steht vor dem Abschluss

  • Im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens hat der Investor Aroundtown SA die Verwaltungsgesellschaft Hotel Bristol Berlin mbH übernommen.

  • Die Gläubiger erhalten 100% ihrer Forderungen. 


Berlin, 10. Dezember 2018 – Am heutigen Tage wurde der im November vorgelegte Insolvenzplan für die Gesellschaft vom Gericht bestätigt. Damit steht das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Verwaltungsgesellschaft Hotel Bristol Berlin mbH vor dem Abschluss.

Die Eigentümergesellschaft des traditionsreichen Hotels Bristol am Kurfürstendamm hatte den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens Ende August 2018 gestellt, als die Zahlungsunfähigkeit drohte, nachdem ein Bankdarlehen nicht prolongiert worden war. Zum Insolvenzverwalter wurde am 1. Oktober 2018 Rechtsanwalt Prof. Dr. Volker Römermann bestellt. Der Sanierungsexperte hatte direkt nach Anordnung der vorläufigen Verwaltung ein Bieterverfahren für die Immobilie gestartet, das aufgrund der Historie und Lage der Hotelimmobilie auf großes Interesse bei Investoren gestoßen war. 



Letztlich hat der im M-DAX der Frankfurter Börse notierte Gewerbeimmobilien-Investor Aroundtown SA die Verwaltungsgesellschaft Hotel Bristol Berlin mbH jedoch im Rahmen eines im November eingereichten Insolvenzplanverfahrens übernommen. Dieses Instrument stellt eine im Gesetz vorgesehene Alternative zur Zerschlagung von Gesellschaften zur Verfügung. 

„Alle Gläubiger erhalten nach dem Insolvenzplan 100% auf ihre Forderungen, so dass das Insolvenzverfahren nun eingestellt werden kann“, erläutert Dr. Oliver Damerius, Partner der Insolvenzrechtskanzlei BBL Bernsau Brockdorff, die den Insolvenzplan für die Gesellschaft eingereicht hat.

„Während der gesamten Verfahrensdauer lief der Geschäftsbetrieb unverändert weiter.“, erklärt Volker Römermann. „Hierfür und für die gute Zusammenarbeit möchte ich mich ausdrücklich beim Team des Hotels und der Geschäftsleitung bedanken. Auch dies macht den nun bevorstehenden zügigen Abschluss möglich.“

Dr. Mathias Jung von der Immobilienkanzlei Jung & Schleicher als Vertreter von Aroundtown SA ergänzt: „Aroundtown wird die Immobilie als Hotel Bristol fortführen und weitere Investitionen vornehmen, um die glanzvolle Vergangenheit des Hotels wieder aufleben zu lassen.“



Das 1952 eröffnete Hotel Bristol am Kurfürstendamm war sowohl das erste Hotel der Kempinski-Gruppe als auch das erste Fünf-Sterne-Hotel in Berlin. Es gilt als „Grande Dame“ der Berliner Hotellerie und erfüllt auch heute höchste Standards, zum Beispiel mit seiner luxuriösen Wellnessoase Bristol Spa. Das Traditionshotel ist bei Prominenten heute ebenso beliebt wie zur Zeit seiner Eröffnung und konnte schon Gäste von John F. Kennedy und Herbert von Karajan über Roger Moore, Sophia Loren und die Chicago Bulls beherbergen.
 

Informationen zu den involvierten Parteien und Kanzleien: 

Die Verwaltungsgesellschaft Hotel Bristol Berlin mbH ist die Eigentümerin der am Kurfürstendamm/Ecke Fasanenstraße gelegenen Hotelimmobilie, eine sogenannte Besitzgesellschaft. Der eigentliche Hotelbetrieb wird von davon unabhängigen Gesellschaften geführt, die von der Insolvenz nicht betroffen waren.

Die Aroundtown SA ist mit Vermögenswerten von über 18 Milliarden Euro die größte an der Frankfurter Börse gelistete deutsche Gewerbeimmobiliengesellschaft. Aroundtown besitzt mehr als 100 Hotels, unter anderem bereits das Hilton Hotel am Gendarmenmarkt in Berlin sowie das Interconti Hotel in Frankfurt am Main, ebenso das Hilton Hyde Park Hotel in London. (www.aroundtown.de)

Die Römermann Insolvenzverwalter Rechtsanwaltsgesellschaft mbH arbeitet bundesweit von 15 Standorten aus. Die dort tätigen Insolvenzverwalter werden bundesweit von etwa 50 Gerichten bestellt. Seit vielen Jahren gehört die Römermann Insolvenzverwalter Rechtsanwaltsgesellschaft mbH zu den führenden Kanzleien im Bereich der Insolvenzverwaltung. (www.roemermann-insolvenzverwalter.de).

BBL Bernsau Brockdorff gehört seit vielen Jahren zu den bundesweit führenden Kanzleien mit klarem Fokus auf Sondersituationen - Restrukturierung, Sanierung und Insolvenz. Mit rund 50 Rechtsanwälten und 200 Mitarbeitern ist die Kanzlei bundesweit und in London präsent ( www.bbl-law.de).

 Jung & Schleicher Rechtsanwälte zählt zu den führenden Immobilienkanzleien in Deutschland und berät mit 15 Rechtsanwälten  im Immobilien-, Hotel- und Unternehmensrecht. Zu den Mandanten zählen renommierte börsennotierte Unternehmen und Investmentgesellschaften sowie Family Offices (www.js-law.de).
 

Fotos: Mark Mühlhaus/attenzione