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Marke Windwärts und Standorte in Hannover und Montpellier bleiben erhalten

Windenergie-Projektentwickler Windwärts wird von Mannheimer Energieversorger übernommen

Hannover, 25. September 2014 – Der Windenergie-Projektentwickler Windwärts Energie wird etwa fünf Monate nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens von einem Mannheimer Energieversorger übernommen. Die knapp 100 Arbeitsplätze an den Standorten Hannover und Montpellier bleiben erhalten. Zudem wird das Projektgeschäft unter der etablierten Marke Windwärts fortgeführt. Dies gab Prof. Dr. Volker Römermann, Insolvenzverwalter der Windwärts Energie GmbH, gemeinsam mit der MVV Energie AG nun bekannt.

Verzögerungen bei laufenden Windenergieprojekten sowie hohe Vorlaufkosten in den Auslandsmärkten hatte die finanzielle Lage des Unternehmens stark belastet. Die in 2013 ergriffenen Sanierungsmaßnahmen, bei denen nicht profitable Geschäftsaktivitäten eingestellt und ein Viertel der Arbeitsplätze abgebaut wurde, reichten nicht aus. Am 7. Februar wurde daraufhin die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Hannover beantragt.

Mit dem Verkauf an die MVV Energie sieht Insolvenzverwalter Römermann für Windwärts nun eine gute strategische Perspektive. „Wir haben einen Investor gefunden, der nicht nur seine Aktivitäten im Bereich der Windenergie ausbauen möchte, sondern als starker Energieversorger dem Unternehmen Windwärts und seinen Mitarbeitern auch eine nachhaltige Perspektive bieten kann. Mit diesem starken Partner ist Windwärts für die sich verändernde Marktsituation für erneuerbare Energien zukunftssicher aufgestellt“. 

Dr. Werner Dub & Udo Bekker (Vorstandsmitglieder MVV Energie), Prof. Dr. Volker Römermann (Insolvenzverwalter), Lothar Schulze (Windwärts Energie), Björn Wenzlaff (MVV Energie)
Dr. Werner Dub & Udo Bekker (Vorstandsmitglieder MVV Energie), Prof. Dr. Volker Römermann (Insolvenzverwalter), Lothar Schulze (Windwärts Energie), Björn Wenzlaff (MVV Energie)

Es wurde zwar Stillschweigen über den Kaufpreis vereinbart, dennoch ist gesichert, dass nicht nur die vorrangigen Gläubiger nach §38 Insolvenzordnung ihre Forderungen in voller Höhe beglichen bekommen, sondern auch die Inhaber von Windwärts-Genussrechten etwa ein Drittel ihres angelegten Geldes zurück erhalten. Damit ist Windwärts ein Beispiel für eine gelungene Sanierung auf Grundlage des 2012 in Kraft getretenen Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG).